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Geschichte

Irslingen hieß ursprünglich "Urselinga", und wird 983 und 994 als Besitz des Konstanzer Bischhofes Gebhard II. dem von diesem gegründeten Kloster Petershausen (Konstanz) erstmals erwähnt. Damit kann Irslingen auf eine über 1000-jährige, bewegte Geschichte zurückblicken...


In einer Urkunde des Königs OTTO III. vom November 994 bestätigte dieser auf Betreiben des Konstanzer Bischhofes Gebhard II. dem von diesem gegründeten Kloster Petershausen, heute im Gebiet Konstanz, den Besitz des Gutes Epfendorf samt Zubehör in den Dörfern Bösingen, Waldmössingen, Herrenzimmern, Harthausen und Irslingen,( Ursulinga) indem er die von der verstorbenen Herzogin Hadwig zwischen983 und 994 vollzogene Schenkung nachvollzog.

Um ca. 1137 beteiligte sich ein Swigger v. Urselingen neben anderen Freiherren von der Baar und vom oberen Neckar an der feierlichen Besitznahme eines großen Gutes, das dem Abt von Gengenbach in Niedereschach geschenkt worden war. Als Angehöriger der nächsten Generation tritt Egenolf v. Urselingen bis 1188 auf. Er kommt in der Umgebung des jeweiligen Herzoges v. Zähringen unter den Laien an 1. Stelle, außerdem in unmittelbarer verbindung mit dem Grafen von Nimburg im Breisgau vor. Obgleich Egenolf nie an einem staufischen Herzoglandtag teilnimmt, handelt er im Elsaß auf Seiten der Staufer, dort erwirbt er die Herrschaft Rappoltstein. (Seine Nachkommen nennen sich ab dem 13. JH Rappoltsteiner)
Egenolf wirkte aber auch 1162 als kaiserlicher Vogt der norditalienischer Stadt Piacenta und ab 1163 in Deutschland unter den Begleitern Kaiser Rotbarts und König Heinrichs VI.
Die Urselinger stellten also eine nicht unbedeutende schwäbische Familie dar, und während der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts in der Reichspolitik mitwirkte. Die Vorfahren der Urselinger müsste man in einer Hochadelssippe suchen, die mit dem Grafen von Nimburg enger verwandt war, deren verwandtschaftlicher Beziehungen darüberhinaus an die Zähringer und Staufer heranreichten.
Die Burg Urselingen soll anfang des 12 Jahrhunderts errichtet worden sein.
Wann die Burg aufgegeben, bzw. zerstört wurde ist leider nicht bekannt.


Ritter mit Wappen


Sage um Stammesmutter des Geschlechts der Urselinger
Von Ursula Abigamunde
Gibt hier die Sage kunde


Sie war von jenem Herzogsstamm
der Urselinger in der Schlichemklamm,
die durch ihren Mut sich Reichtum erwarben
und als Krieger für den Kaiser starben.

Kaiser Friederich hat sie zum Herzog erhoben,
weil eine von Urselingen den Kaiser hat erzogen-

Auch Ursulas Abigamundes Blut
steckte ihrer Ahnen starker Mut-
kein Ritter weit und breit hat den Mut gehabt,
dass er sich zu ihr hat herangewagt.

Im Alemannen und Schwabenland
War sie als schönste wohl bekannt;
Daher stellte sich auch mancher Freier ein,
doch sie ging nicht so leicht darauf ein -
Eines Tages hat sie alle Freier zu sich gebeten
Einjeder sollte von seinem Mute Zeugnis geben

Da sind Ritter, herzöge und Fürsten erschienen
Und jeder wollte ihr am besten dienen
Unter der Burg, wo sie zusammen sich scharrten
Ließ Ursula sie getreulich warten
Dann stieg sie aufs Pferd und ritt zum Tor hinaus
Und suchte von oben sich ihre Freier aus

Wie eine Göttin sie vor dem Burgtor sie stand
Angetan mit einem ganz schlichten Gewand
Auf dem Haupte eine Kappe mit weißem Hermelin
Mit strahlenden Gesicht , gleich einer Königin
Wie ein Falke hat sie herabgeschaut
Die so heiß ersehnte Braut
Wie ein Spielzeug kamen sich die Ritter vor
Die hier warten vor dem Tor
Und durch alle Köpfe ging ein raten :
Wer kann ihr gefallen durch seine taten?
Dann ritt sie majestätisch auf den Haufen zu
Und rief all den reitern und Rittern zu :
Los! Aufs Pferd gesessen! Ihr müsst euch meiner messen !

Um meine Gunst soll es gehen heut
Will sehen ob ihr einer Jungfau würdig seid!
Im wilden trab flog sie über Busch und Stein
Und all die Ritter hintendrein
Kaum war sie auf dem Ramstein oben angelangt
Als auch schon ein strammer Ritter bei ihr stand
Also doch einer! Ruft sie erstaunt ihm zu
Sag Reiter wer bist denn du ?
Egelof aus dem Elsaß ist mein Nam!
Inzwischen auch der Haufen kam
Los ihr Reiter zeiget eure Kunst,
wenn ihr wollte empfangen meine Gunst !

Und weiter gings im wilden Trab!
Die Reiterschar flog bergauf, bergab!
Und nochmals an die hohe Felswand,
wo Ursula Abigamunda in die Tiefe verschwand,
Auch Egelof, der Ritter fein,
stürzte sich mutig hintendrein !

Aber einem jedem von der Reiterschar
Sträubten sich vor Grausen alle Haar!
Vom Ramstein haben sie herabgeschaut
Auf ihre dort abgestürzte Braut.
Dann ritten sie den Pfad hinunter,
doch unten trafen sie beide, froh und munter.
Beim Sturze haben sie aus dem Sattel sich geschwungen,
und ohne Schaden ist der Absturz dann gelungen,
denn zuvor lies Ursula einen Reisighaufen
dorthin schaffen,
und so konnte es beiden keinen Schaden machen!

Große Mißgunst war nun den Herren beschert,
hat jeder von Ihnen doch die Braut begehrt.
Da rief Egelof zu den Reitern hin:
„Ich stehe zurück! Doch wer ist so kühn
und schwimmt mit dem Pferde an jene Stelle fort,
und landet oben auf der Steinplatte dort?
Ich stehe gern von meiner Braut zurück,
wenn einem gelingt dieses Reiterstück!“

Alle haben nun in der Schlichem ihr Glück versucht,
doch keiner hat den Erfolg gebucht,
denn furchtbar tief war das Wasser an jener Stelle,
und so kam kein Pferd über die besagte Schwelle.
Gar wütend über dieses Mißgelingen,
riefen die Ritter , er möge es doch selber vollbringen!
Da saß Egelof auf sein Pferd und schwamm hinein
Zu jener Stelle am gefürchteten Stein.
An einem Baum der dort übers Wasser hing,
klammerte er sich fest, und seht, wie kühn,
mit seinem Beinen zieht er sein Pferd empor,
es stand auf der Platte wie keines zuvor.

Auch Ursula Abigamunda, die ersehnte Braut,
hat diesem lustigen Spiele zugeschaut.
Dann rief sie höhnend zu den Rittern und Reiterlein:
„Geht heim und seid mir nicht länger zur Pein!
Ihr alle seid nicht meiner würdig,
nur Egelof ist mir ebenbürtig!
Hier Egelof! Hier hast du meine Hand!
Frohen Mutes zogen nun beide in die Burg hinein,
davon gemacht haben sich all die Ritter und Reiterlein.

Josef Haggenmüller

 

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